Blut im Harn

(Fachausdruck: Hämaturie)

Wenn der Harn mit freiem Auge blutig ist, spricht man von „Makrohämaturie“. Ist der Harn mit freiem Auge klar und die Blutspuren nur mit Harnstreifentest nachweisbar oder im Mikroskop sichtbar, spricht man von „Mikrohämaturie“.

Entscheidend ist, ob beim Harnlassen Schmerzen bestehen oder nicht. Achtung: Blut im Harn ohne Schmerzen ist meist die gefährlichere Variante! Schmerzlose Blutungen sind krebsverdächtig, eine urologische Untersuchung ist unbedingt erforderlich!!! Die erste Verdachtsdiagnose lautet Blasenkrebs. Dieser ist umso besser heilbar, je früher er erkannt wird. Zögern ist also gefährlich! Eine Blasenspiegelung (Cystoskopie) ist erforderlich, ebenso ein Ultraschall der Nieren.
Nicht jede Blutung wird durch Krebs verursacht, ein solcher muß jedoch ausgeschlossen werden. Bei starker Blutung ist ehestmöglich die nächstgelegene urologische Klinik aufzusuchen. Neben dem Blutverlust droht auch eine Verstopfung des Blasenausganges durch Blutgerinnsel, sodaß Harnlassen nicht mehr möglich ist und durch die sehr volle Blase starke Schmerzen auftreten.

Häufigste Ursachen für Blut im Harn:

Jedenfalls ist es ein Fehler, eine schmerzlose Blutung der Harnwege ohne weitere Abklärung nur mit einem Antibiotikum zu behandeln! Auf diese Weise kann eine Krebsdiagnose verzögert werden und eventuell zu spät erfolgen.